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  Die Steinzeit

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Altsteinzeit
(Paläolithikum, ca. 2,5Mio. - ca. 9.000 vCh)

Mittelsteinzeit
(Mesolithikum, ca. 9.000 - 5.500 vCh)

Jungsteinzeit
(Neolithikum, ca. 5.500 - 2.300 vCh)

"Steinzeit" ist eigentlich ein unglücklich gewähltes Wort, da mit Sicherheit der Großteil aller Gebrauchsgüter aus anderen Materialien wie Holz, Knochen, Horn und Geweih hergestellt wurden. Diese Materialien bleiben allerdings nur unter sehr günstigen Bedingungen erhalten, so dass tatsächlich fast das gesamte Inventar an vorgeschichtlichen Werkzeugen und Waffen, das wir heute kennen, aus Stein besteht. Funde aus anderen erwähnten Materialien zählen zu den großen Seltenheiten.

Paläolithikum, Mesolithikum und Neolithikum unterscheiden sich nicht nur in den verschiedenen Werkzeugtypen, sondern noch wesentlicher in den entsprechenden Lebens- und Wirtschaftsformen. Das Paläolithikum ist die Zeit des Jägers und Sammlers; es ist eine aufnehmende Wirtschaftsform mit ihren typischen Werkzeugen, während im Neolithikum Ackerbau und Viehzucht anfingen, also produzierende Wirtschaftsformen.

Für diese Belange wurden neue Werkzeuge geschaffen, die nur im Neolithikum vorkommen können, niemals aber in den älteren Epochen. So ist ein Werkzeug wie das geschliffene Beil, das dem Hausbau diente, in der Zeit, als es noch keine Häuser gab und die Menschen nomadenhaft umherzogen, undenkbar. Umgekehrt war der Faustkeil DAS Werkzeug der Neanderthaler und kommt nach seiner Nutzung nicht mehr vor. Lebensart und Lebensweise änderten sich, der Mensch wurde sesshaft, das Nomadentum des Paläolithikums und Mesolithikums wich dem Leben in häuslicher Gemeinschaft. Die Übergänge der drei Epochen aber sind fließend, sich sogar zum Teil überlagernd.